Referenz: Demografiekonzept und Pflegebedarfsplanung Kreis Kleve

Ansprechpartner:

Felix Arnold
Telefon: 040 3346476-11
E-Mail: arnold@alp-institut.de

Auftraggeber:

Kreis Kleve
Bundesweit verändert sich der Altersaufbau der Bevölkerung kontinuierlich. Gründe dafür sind die sinkenden Geburtenzahlen bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung. In der Folge nimmt die Anzahl jüngerer Menschen ab, während sich Anzahl und Anteil älterer Menschen vergrößern. Im Kreis Kleve leben heute ca. 84.400 Menschen, die 60 Jahre und älter sind. Dies entspricht einem Bevölkerungsanteil von rund 27 %. Im Jahr 2030 werden rund 35 % der Bevölkerung dieses Alter erreicht haben. Unter ihnen werden vor allem mehr Hochbetagte (80 Jahre und älter) sein.

Die Auswirkungen des demografischen Wandels werden in den kommenden Jahren auch im Kreis Kleve das Leben der Menschen langfristig verändern und die handelnden Akteure vor neue Herausforderungen stellen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat der Kreis Kleve das, erstmals im Jahr 2011 erstellte, Demografiekonzept fortschreiben lassen. Die Fortschreibung berücksichtigt die veränderten demografischen Rahmenbedingungen und präsentiert potenzielle Handlungsfelder und Maßnahmen zur Bewältigung des demografischen Wandels auf Ebene des Kreises und der Kommunen.

Im Zusammenhang mit einer alternden Gesellschaft wird in den kommenden Jahren auch im Kreis Kleve die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigen. Die Aufrechterhaltung der pflegerischen Infrastruktur und die Anpassung an zukünftige Bedarfe stellt deshalb eine zentrale Herausforderung dar. Aus diesem Grund hat der Kreis Kleve gemeinsam mit dem Demografiekonzept einen Pflegebedarfsplan erarbeiten lassen.

Im Kreis Kleve sind derzeit ca. 18.400 Menschen auf Pflegeleistungen angewiesen. Aufgabe des Kreises ist es, Strukturen zu unterstützen bzw. aufzubauen, die es Pflegebedürftigen ermöglichen, ein selbstbestimmtes Leben in ihrem gewohnten Umfeld führen zu können.

Ziel der Pflegebedarfsplanung ist es, auch zukünftig eine leistungsfähige und nachhaltige Unterstützungsstruktur für ältere und pflegebedürftige Menschen im Kreis Kleve vorzuhalten. Hierzu wurden aktuelle und zukünftige Handlungsbedarfe identifiziert, um einerseits den Ausbau der Pflegeinfrastrukturen voranzutreiben und anderseits den Aufbau von Überkapazitäten zu vermeiden. Die Ergebnisse wurden dabei sowohl auf Ebene des Kreis Kleve als auch auf Ebene der einzelnen Gemeinden dargestellt.

Neben den klassischen ambulanten und stationären Pflegeformen wurden auch neue Ansätze der pflegerischen Versorgung in den Fokus genommen. Dazu zählen beispielsweise alternative Wohnmodelle wie auch Möglichkeiten der Quartiers- und nachbarschaftlich organisierten Hilfs- und Beratungsangebote.

Weitere Informationen

 
Kreis Kleve
  • Nordrhein-Westfalen
  • 313.586 Einwohner
  • 1.232,99 km² Fläche


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